Crash

Der zweite Flugversuch mit dem Spy 150 bei böigen 4-7 Bf. verläuft wenig erfolgreicher.

Das neue Setup

Gebrochene Leitkante

Nach einer Änderung des Leinen-Setups mit zusätzlichen Verlängerungen an Waageschenkeln hebt er immerhin ab und bleibt ein paar Sekunden in der Luft. Die vielen daraus folgenden Abstürze quittiert er aber schließlich mit einem Bruch der Leitkante. Das Speedkite-Experiment ist damit vorerst beendet.

Erster Fehlversuch


 
Bei böigen 3 Bft. geht heute erstmals der Speedkite Spy 150 an die Leinen. Zuvor war aber testweise die 2er Symphony Speed in der Luft, die an den 55 daN-Leinen satt und sauber lief. Dass der Start eines Speedkites schwierig ist, ist allgemein bekannt. Dennoch bin ich erstaunt, dass ich den Spy gar nicht die Luft bekomme. Nach etwas trimmen an Knotenleitern der Waage gelingen ein paar enttäuschende Hüpfer – mehr ist erstmal nicht drin.

Faszination Speedkites

Speedkite Spy 150Außergewöhnliche Formen, kreative Konstruktionen auf Aerodynamik getrimmt – Speedkites üben schon eine neue Faszination aus. Deshalb muss ein gebrauchtes Anschauungsobjekt her um die vielen Verstärkungen, Segellatten, Whisker und Standoffs genauer betrachten zu können.
Den „Spy 150“ mit ca. 1,50m Spannweite hat ‚Sternengucker‘ aus dem Drachenforum gebaut, ich konnte ihn aus zweiter Hand und viel geflogen übernehmen.

Bekanntermaßen ist das Starten solcher Kites nicht ganz einfach. Ob und wann ich ihn in die Luft bekomme, muss man daher sehen.

Weihnachtsausflug

Candle in the wind am Strand

…im doppelten Sinn: Weihnachtliches Fliegen am Strand in Zeeland mit einem erstmals selbstgebauten Einleiner. ‚Candle in the wind‘ mit 3,65 m Standhöhe, ca. 2,2 m² Fläche und integrierter Beleuchtung.

 

 

 

 

 

 

Die selbst entwickelte Konstruktion basiert auf einem ‚Lo-Do‘ – einem gestreckten Edo von Charlie Charlton von 1997. In der Vertikalen bilden 4 Pfeilschäfte ‚Nijora Tokola‘ mit 36″ das Rückgrat.

Bei konstantem Seewind steht er wunderbar stabil in der Luft und entwickelt einen moderaten Zug.

Upcycling und Resteverwertung im Lenkdrachenbau

Ein Trend, der schon länger in vielen Bereichen existiert, hält inzwischen auch im Drachenbau Einzug: das Upcycling. In diesem Fall der Bau von Lenkdrachen aus ausgedienten Surfkites. Interessant sind hier v.a. ältere Modelle mit schöner Druckgrafik (die jüngeren Generationen setzen mehr auf eine großflächige Gestaltung).

Auf Basis eines 9er F-One Bandit III konnte ich eine kleine Serie von Vierleinern entwickeln, die durch die Grafik absolut einmalig sind.
Die Planung war eine besondere Herausforderung. Anhand von maßstäblichen Fotos konnte ich am PC Ausschnitte festlegen, die zueinander passen. Ergänzt wurde das ganze durch Farbeinsätze in den Tönen des Original-Kites.

Eine ebenfalls besondere, aber ganz andere Herausforderung ist die Segelgestaltung mit Materialresten unterschiedlicher Größe und Farbe. Die Technik wurde meines Wissens entwickelt von Günter Wolsing, der sie ‚Flickwark‘ taufte und die Farben im Segel bunt mischte. Das wollte ich nicht. Mein Ziel war, verschiedene Farbbereiche in Bruchlinien ineinander übergehen zu lassen.


Diese Gestaltung ist überhaupt nicht planbar und entsteht direkt beim Arbeiten – schneiden, zusammenpuzzeln und kleben. Wichtig war mir dabei nicht zu kleine Stücke einzusetzen, eine Abwechslung von großen und kleinen Teilen zu schaffen und möglichst lange Nähte zu erzeugen, damit sich das Segel einigermaßen gut nähen läßt.

Das Ergebnis ist aber beeindruckend: durch den Wechsel der Fadenverläufe in den Stücken und den Materialmix entsteht im Sonnenlicht ein einmaliges Glitzern im Segel.